Wandern im Himalaya

Der Himalaya in Zentralasien beherbergt die höchsten Berge der Erde, unter ihnen natürlich auch den Mount Everest, der eine Höhe von 8848 Metern hat. Das Bergmassiv erstreckt sich über eine Länge von 3000 und eine Breite von 350 Kilometern und durchzieht dabei die Länder Bhutan, Burma, China, Nepal, Pakistan und Indien. Neben dem Mount Everest gibt es im Himalaya neun weitere Berge, die eine Höhe von über 8000 Metern überragen. Diese Berge, den Mount Everest eingeschlossen, können allerdings nur von erfahrenen Bergsteigern und zumeist mithilfe von einheimischen Führen bewältigt werden. Der Himalaya ist jedoch nicht nur etwas für Extremsportler, sondern auch etwas für Wanderer, die auf eine artenreiche Flora und Fauna sowie eine fantastische Bergkulisse neugierig sind.

Wandern im April oder Oktober

Das ideale Wanderwetter in Asiens höchster Berglandschaft gibt es im April und im Oktober, denn dann ist am trockensten, nicht zu kalt und nicht zu warm, und auch die Sicht auf die Berge ist am deutlichsten.
Ein schönes Wandergebiet gibt es in Nepal etwa rund um den Annapurna, ein Berg der eine Höhe von 8091 Metern hat. Der Wanderer kann hier überlegen, ob er kurze Wanderungen von 10 bis 30 Kilometern unternimmt, die an einem Tag zu meistern sind, oder kann er auch mehrtägige Wandertouren von einigen hundert Kilometern buchen, die zumeist von Einheimischen geführt werden und komplett um den Berg herum führen. Eine solche Tour etwa führt von Besisahar rund um den Annapurna und den Lam Jung nach Hille, für die geübte Wanderer zwischen 15 und 17 Tage benötigen. Je nach Wahl der Route hat diese Tour eine Länge von 400 bis 500 Kilometern und führt den Wanderer an seiner höchsten Stelle auf über 5500 Meter.

Wandern in Tibet

Eine sehr schöne Wanderroute in Tibet führt um den heiligen Berg, den Mount Kailash herum. Dieses Gebiet zählt zu den unberührtesten Gebieten auf der Erde, bietet neben schönen Felsformationen, tiefgrüne Wälder, langgestreckte Täler mit Graslandschaften und kristallklare Seen. Der Berg selbst hat eine Höhe von 6714 Metern und wird wegen seiner symmetrischen, pyramidenförmigen Spitze religiös verehrt. Eine ähnliche schöne Tour gibt es in Tibet rund um das Kloster Rongbuk, in dem auch heute noch Mönche leben. Wer sich mit dem tibetanischen Buddhismus etwas näher befassen möchte, ist hier genau richtig. Die höchste Stelle der Tour liegt bei etwas mehr als 5000 Metern, und immer wieder lockt in Sichtweite der majestätische Mount Everest. Geschlafen wird bei beiden Touren nur eingangs in einer festen Unterkunft, ansonsten finden die Wanderer ihre Nachtruhe in Zeltcamps. Also Natur pur.